Walk of Fire - Fractional Crystallization, Bregaglia, 2025-2026
Der Film (8min) zeigt Hintergrundinformationen, künstlerische Strategien und Verbindungen von Kunst und Geologie der Arbeit.
Der Zyklus umfasst 117 Zeichnungen und ist in Zusammenarbeit mit Geologen des Departements für Erd- und Planetenwissenschaften der ETH Zürich entstanden. Ausgangspunkt ist die geologische Geschichte des Bergells. Während der Alpenfaltung gab es tief unterhalb des Massivs magmatische Bewegungen, wobei das Magma nicht an die Oberfläche gelangte, sondern im Erdinnern langsam auskristallisierte. Dabei entstanden Mineralien wie Turmalin und Aquamarin, die erst durch spätere Hebungen sichtbar wurden und deshalb für die Künstlerin zu Metaphern für Resilienz werden.
Die Auseinandersetzung mit diesen Zeitschichten verändert die Wahrnehmung von Zeit und Raum. Peretti übersetzt mikroskopische Untersuchungen in analoge Tuschezeichnungen, die digital weitergeführt und durch Überlagerungen und Assoziationen neu gelesen werden. So entstehen fraktionalisierte Bildräume zwischen Geologie und Imagination. Sie werfen philosophische Fragen auf: Was ist Materie? Wie wird Materie zu Kraft, Rhythmus und Leben – und wieder zurück?
Die Künstlerin möchte in ihrem Werk Raum für Assoziationen anbieten und zum nachdenken über die vielseitigen Verflechtungen von Mensch, Kunst und Natur anregen.







